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Begegnungsfest der Flüchtlingshilfe Leimen

Nach wochenlanger Planung und Vorbereitung war es endlich soweit. Das von allen mit freudiger Erwartung herbeigesehnte Begegnungsfest konnte in der frühlingshaft dekorierten Radsporthalle endlich beginnen.

Pünktlich begrüßte der Koordinator des Festes, Herr Dr. Nemetschek, zusammen mit Vertretern aller Flüchtlingsgruppen der Notunterkunft die Anwesenden. Bürgermeisterin Frau Felden berichtete in ihrer Ansprache über den aktuellen Stand der Flüchtlingssituation in Leimen und bedankte sich für die rege Arbeit der bis dato über 80 Flüchtlingshelfer. Die Kunstgruppe unter der Leitung von Panja Küpper überreichte ihr eine Foto-Collage: „Leimen, gesehen mit den Augen der Flüchtlinge“.

Der erste musikalische Programmpunkt ließ nicht lange auf sich warten. Das „Huub Dutch Duo“ mit dem Holländer Huub Dutch und Chris Oettinger heizte dem Publikum so richtig ein. Der Frontmann warf Rasseln ins Publikum und forderte zum Mitmachen, Mitsingen und Mittanzen auf. Dieser Aufforderung wurde mit Begeisterung Folge geleistet und in wenigen Minuten kochte der Saal. Als Abschluss bildeten Leimener Bürger zusammen mit den Flüchtlingen eine Polonaise, die sich durch die ganze Radsporthalle schlängelte. Freudiger Überschwang war allerorten zu spüren.

Nach diesem fulminanten Auftakt wurde syrisches Essen serviert, das eine syrische Kochtruppe in einem 48-Stunden-Koch-Marathon in der Küche des CZH in Leimen mit viel Liebe und Können zubereitet hatte. Das Multi-Kulti-Buffet bot auch deutsches Essen und Kuchen, so dass für jeden etwas dabei war.

Nach dem Essen gab es eine Trommel-Session unter der Leitung von Andreas Bormann. Die kraftvollen Drums ließen den Saal erzittern und die jungen Leute stürmten die kleine Tanzfläche vor der Bühne. Etwas ruhiger ging es dann beim „Chor der Flüchtlinge“ unter der Leitung von John Porter zu. Orientalische Klänge auf der Oud, einer Kurzhalslaute, entführten uns in eine andere Welt. Lateinamerikanisch und rhythmisch wurde es bei dem Trio von „Eduardo Flores and Friends“ unter Mitwirkung der beiden herausragenden Sänger Imad Ismail und Ahmad Rostani. Der Auftritt der allseits bekannten „Troubadoure“ mit Rudi Sailer und Michael Reinig rundeten das vielseitige Programm ab. Ein Flashmob, bei dem die Protagonisten aus dem Publikum auftauchten und musizierend zur Bühne strebten, bildete einen würdigen Abschluss. Das „Lied an die Freude“, Beethovens 9. Symphonie: „Freude schöner Götterfunken…alle Menschen werden Brüder“ wurde von Sängern und dem Publikum mitgesungen und trieb so manch einem die Tränen in die Augen. Es war ein harmonisches, fröhliches und rundum gelungenes Fest, das nach Wiederholung ruft.

Es wird bereits über ein Sommerfest nachgedacht, bei dem es für die jungen Leute noch mehr Gelegenheit zum Tanzen geben soll.

Wir sind glücklich über die durchweg positive Resonanz dieses wirklich gelungenen Begegnungsfestes und bedanken uns ganz herzlich bei allen unseren Sponsoren, den Künstlern und allen Beteiligten, die mit ihrem unermüdlichen Einsatz dieses Fest überhaupt erst möglich gemacht haben


Unsere Sponsoren: Blumen-Schilling, Christliches Zentrum Heidelberg - Leimen (CZH), Clevers Catering, Familie Cerez, Herr Karaaslan, Herr Waseem Butt, Nussbaum Medien, die Stadt Leimen, Syrische Kochtruppe der Notunterkunft

Ursula Lejeune, FHL


 

 

Nächste Sammlung für Kleider und Sachmittel steht noch nicht fest. Sobald der Termin fest steht wird er hier bekannt gegeben.
 

Es sind in Familien 250 neue Flüchtlinge bei uns angekommen!

Wir benötigen Ihre persönliche Hilfe!

Senden Sie uns ein Mail unter oder rufen Sie uns an unter 06224-71303.

Wir suchen Dolmetscher für Arabisch, Kurdisch, Persisch, Afghanisch, Pakistanisch, Russisch und Mazedonisch.

Wir suchen Mathematiklehrer

Wir benötigen folgende Sachmittel:
Sportkleidung und -schuhe für GrundschülerInnen, Babyausstattung, Kinderkleidung, Kinderwagen, Schuhe Sommer und Winter für Kinder und Erwachsene, Sportkleidung, Staubsauger .

Für die männlichen Flüchtlinge in der Notunterkunft suchen wir: Gut erhaltene, funktionstüchtige Grillgeräte. Sie können es kaum erwarten, endlich etwas selbst zubereiten zu können.

Hilfe für Menschen in Not:
Die Flüchtlingshilfe Leimen

"Wir werden oft gefragt: Was macht Ihr in der Flüchtlingshilfe Leimen?"

Wir betreuen derzeit 750 Flüchtlinge mit über 80 HelferInnen. Je ein Drittel hilft in Sachen Bildung bzw. Alltägliches bzw. Freizeit, Sport, Kultur. Die Unterstützung erfolgt nach dem Grundsatz: Hilfe zur Selbsthilfe. Die Flüchtlingshilfe kooperiert eng mit dem Landratsamt; der evangelische Pfarrer ist vom Landrat gebeten worden, die Arbeit der Ehrenamtlichen in Leimen zu koordinieren. Alles ehrenamtliche Engagement geschieht daher in Absprache mit uns.

"Was geschieht mit den Spenden?"

Die Spenden werden verwendet für den Aufbau und Betrieb der Flüchtlingshilfe, so unter anderem für Lehrmaterial der Bildungshelfer, für unterstützendes Material der Schulkinder, für Ausstattung des Helfer und des Gemeinschaftsraumes sowie für Aufwendungen für gemeinsame Unternehmungen der Helfer mit den Flüchtlingen. Die Verwendung der Spenden soll nachhaltig sein.

"Was für Menschen engagieren sich bei der Flüchtlingshilfe?"

Die Helfer sind zwischen knapp 30 und gut 70 Jahre alt und haben teils selbst einen Migrationshintergrund. Die Berufsgruppen gehen vom Professor im Ruhestand bis zum Sportexperten. Die Arbeit erfolgt überparteilich und religiös neutral: Niemand wird missioniert, aber viele der Helfer stammen aus Kirchengemeinden. Sprecher der Flüchtlingshilfe ist der evangelische Pfarrer in Vakanz vertreten durch Gudula Weigel-Riemann und Georg Riemann; er kümmert sich vor allem um die Zusammenarbeit mit Landkreis und Stadt, vertritt die Flüchtlingshilfe nach außen und arbeitet mit anderen Initiativen zusammen. Seine Stellvertreter Gudula Weigel-Riemann und Georg Riemann kümmern sich um die Organisation und die Durchführung der praktischen Arbeit. Ein Leitungskreis, dem Vertreter von Gemeinderat und Stadt, der Kirchen sowie ein Anwohner angehören, unterstützt beide. Das Konto der Flüchtlingshilfe wird treuhänderisch von der Evangelischen Kirchengemeinde Leimen verwaltet.

"Woher stammen die Flüchtlinge?"

Wir betreuen im Moment Flüchtlinge aus Afghanistan, Pakistan, Iran, Irak, Syrien, Togo, Gambia, Kamerun, Kosovo und Eritrea. Ihre Fluchtgründe sind sehr individuell. Für uns als Flüchtlingshilfe ist es nicht entscheidend, woher die Menschen kommen. Wir unterscheiden auch nicht zwischen so genannten "politischen Flüchtlingen" und "Wirtschaftsflüchtlingen". Wir wissen teils aus der eigenen Familiengeschichte, dass niemand seine Heimat ohne triftige Gründe verlässt und sich und seine Familie den Gefahren der Flucht aussetzt. Wir helfen allen, die dies wünschen, und berücksichtigen dabei so gut wie möglich die Situation des Einzelnen und seine Bedürfnisse.

"Wie kann ich selbst helfen?"

Unter "Wie kann ich heilfen?" ist stets aktuell zu lesen, was an Hilfe gebraucht wird. Wir freuen uns über weitere Helfer und über Vereine, Chöre etc., die einmalig oder dauerhaft mit uns kooperieren und den Flüchtlingen sinnvolle Freizeitbeschäftigungen ermöglichen wollen. Auch Arbeits- und Praktikumsplätze für die Erwachsenen werden noch gesucht. Melden Sie sich einfach per Mail unter oder im evangelischen Pfarramt, Telefon 06224-71 303.

Das Spendenkonto der Flüchtlingshilfe Leimen
verwaltet von der evangelischen Kirchengemeinde lautet

IBAN: DE 67 67292200 0000 200425
BIC: GENODE61WIE
Volksbank Kraichgau Wiesloch-Sinsheim eG